Das Projekt «Lochenweiher» sieht vor das ehemalige Feuerwehr-Löschwasser-Reservoir aufzuwerten. Im Zentrum steht dabei die Aufwertung dieses, von der grossen Mehrheit bis anhin weitgehend unbemerkt vor sich hinschlummernde, gemeindeeigene Areal. In erster Priorität geht es um die Naturierung, sprich ökologischen Aufwertung des derzeit überdüngten Gewässers und dessen Ufer. Im gleichen Zug soll in einem kleineren Teil für die Bevölkerung eine neue Möglichkeit der Naherholung geschaffen werden. Wichtigster Teil davon ist eine Bademöglichkeit. Dazu wird ein Holzbassin in den Teich eingebaut. um darauf einen Schwimmteich zu machen.
Ausführliche Informationen zum Projekt und zu den vorangeganen Abklärungen finden sich im Weisungsheft der Gemeinde und im Bericht zum Vorprojekt. Ebenfalls interessant ist die Beurteilung des Vereins Naturnetz Unteramt (VNU).
Die Mitgliederversammlung der FDP Bonstetten hat das Projekt eingehend diskutiert. Dabei ist insbesondere auch die ablehende Haltung der Rechnungsprüfungskomission, welche zwei FDP Mitglieder umfasst, zur Sprache gekommen. Die RPK hat, wie es ihr Auftrag ist, das Projekt einer Kosten/Nutzeanalyse aus einer finanziellen Optik unterzogen. Sie ist zum Schluss gekommen, das Projekt aus finanziellen Gründen abzulehnen.
Den finanziellen Überlegungen wurde in der Diskussion das Argument «Standortattraktivität» gegenüber gestellt. Will man daran etwas ändern, dann sind Investitionen notwendig, deren Wirkung sich in der kurzen Frist nicht direkt in finanziellen Resultaten niederschlägt. Der Nutzen für die Natur und die Biodiversität ist unbestritten. Wie gross der Nutzen für die Bonstetterinnen und Bonstetter sein wird oder umgekehrt: wieviel Gebrauch die Einwohnenden von der Bademöglichkeit machen werden, muss die Zukunft weisen.
Letztlich habe die Mitglieder ohne Gegenstimme beschlossen das Projekt «Umgestaltung des Lochenweiher» zu unterstützen.