FDP.Die Liberalen
Bezirkspartei Affoltern
Bezirkspartei Affoltern
15.11.2018

Wir machen nachhaltige Energie: Verdoppelung des Deckungsgrads seit 2010

Eine nachhaltige Energiepolitik spricht mehrere Ziele der FDP-Vision an. Die FDP Bezirk Affoltern war 2008 Hauptinitiant des Schwerpunktprojekts «EnergieRegion Knonauer Amt». Heute weist die Region beachtliche Resultate aus.

Die Steigerung der in der Region produzierten Erneuerbaren bei Strom und Wärme beträgt gegenüber 2010 über 80 Prozent und deckt den Gesamtverbrauch zu 16,1 Prozent. Mehr Arbeitsplätze und Beschäftigte, deutliche Zunahme der Steuerkraft sowie zusätzliches Auftragsvolumen für das Gewerbe sind einige der positiven Begleiterscheinungen.

Es waren die Wirtschaftsverbände und der Kantonsrat Jean-Jacques Bertschi, welche die Gemeinden veranlassten, 2003 ein breit abgestütztes Leitbild für die Region zu verfassen. Nach dessen Zielsetzung wollen sie den naturnahen Raum und gleichzeitig die hohe Wohn- und Lebensqualität erhalten. Dazu gehört unter anderem, dass den Unternehmen und dem Gewerbe Sorge getragen wird. 2010 startete die regionale Standortförderung das Schwerpunktprojekt «EnergieRegion Knonauer Amt». Heute liegen Daten für die ersten 6 bis 7 Jahre vor. Die Entwicklung ist ein Beweis dafür, dass die Energiewende gelingen kann.

Effizienzmassnahmen führten gegenüber 2010 zu einer Reduktion beim Energieverbrauch (Strom und Wärme) von 17 Prozent pro Kopf. Der Anteil der Erneuerbaren am Verbrauch hat sich verdoppelt. Die seit 2010 um das 2,2-fache gestiegene Wärmeleistung der Erdsonden entspricht einem Ölverbrauch von 7,8 Mio. Litern pro Jahr, was zurzeit ebenso vielen Franken entspricht. Geld, das Jahr für Jahr in der Region bleibt. Das Stromeffizienz-Programm (2014–2017) brachte eine Stromeinsparung von über 800 MWh pro Jahr und ein Auftragsvolumen für das Gewerbe von gegen 1,4 Mio. Franken. Im Rahmen des Gebäudeprogramms wurden im Säuliamt für 740 Gebäudesanierungen von 2010 bis 2017 5,5 Mio. Franken ausbezahlt, was einem Auftragsvolumen von mindestens 37 Mio. Franken entspricht. Das kommt wiederum dem Gewerbe zugute und zeigt, dass Effizienzmassnahmen sowohl Energie und Kosten sparen, wie auch wirtschaftlich interessant sind. Obwohl primär eine Wohnregion, nahmen sowohl Arbeitsstätten wie die Zahl der Beschäftigten im Knonauer Amt von 2011 bis 2015 um 5,4 Prozent bzw. 4,3 Prozent zu. Auch die Gemeinden «profitierten» dank höheren Steuererträgen. Der Bezirk weist von 2007 bis 2016 eine Zunahme von 34 Prozent beim Steuerertrag und eine Erhöhung der Steuerkraft pro Kopf von 21,1 Prozent (Kanton 14,9 Prozent) aus. Natürlich ist diese erfreuliche Entwicklung nicht allein auf den Bereich «Energie» beziehungsweise die Massnahmen für eine nachhaltige Energiezukunft zurückzuführen. Es ist die Gesamtheit der Massnahmen und Projekte, die mit der Erarbeitung des Leitbilds begann und seither bewusst fortgesetzt wurden. Der Bereich «Energie-Umwelt» ist ein wichtiger Teil davon.

Fazit

Der Wille der Ämtler, ihren nachfolgenden Generationen ein lebenswertes Knonauer Amt zu übergeben, kommt allen zugute – der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Umwelt. Und das zu gleichen Teilen. Die Region ist gut unterwegs. Wenn sie in gleicher Weise weitermacht, wird sie ihr Ziel gemäss Leitbild gut erreichen. Dieses lautet: «Das Knonauer Amt nachhaltig fördern und sichern – auf den gleichberechtigten Säulen Gesellschaft – Ökologie – Wirtschaft». Es waren und sind nicht zuletzt FDP-Exponenten, welche sich in der bürgerlich dominierten Region täglich dafür einsetzen – zum Wohle künftiger Generationen. Wir machen Zürich.

Charles Höhn, Projektleiter Forum Energie-Umwelt Knonauer Amt